Darmstädter Nike-Frauenlauf 9.Mai.2010
Wetterglück beim Nike-Frauenlauf
War am frühen Vormittag noch Dauerregen am Herrngarten angesagt, so änderte sich dieses schlagartig, je näher der erste Start rückte. Als dann um 12.15 Uhr die ersten Läuferinnen und Walkerinnen auf die vier Kilometer lange Strecke geschickt wurden, blinzelte sogar die Sonne durch die Wolken. Und es sollte immer besser werden, so dass sich die Laune bei allen Muttertagsläuferinnen und den Organisatoren beim Nike-Frauenlauf von Minute zu Minute besserte. „Wetterglück nennt man dieses!“ gestand ein sichtlich entspannt wirkender Organisationschef Wilfried Raatz am Mikrofon.
Start im neuen Veranstaltungsshirt mit dem Motto: „DAbei sein ist alles!“
200 Läuferinnen von sechs bis fünfundsiebzig bevölkerten einmal mehr die herrliche Parkanlage im Herzen Darmstadts. Frauenpower war am Muttertag angesagt und die Frauen genossen sichtlich die entspannte Atmosphäre im Herrngarten. Viele im einmal mehr überaus prächtig angekommenen Nike-Frauenlauf-Shirt mit dem Slogan „DAbei sein ist alles!“ Den Männern blieb bei der außergewöhnlichen Konzeption dieser Veranstaltung ausschließlich die Zuschauerrolle, es sei denn, sie packten als Helfer des ASC Darmstadt und des Darmstädter Lauftreffs tatkräftig an, damit alles wettkampfgerecht abgewickelt werden konnte. Oder die Rolle als Cheerboys mit Tröten oder anderen Lärminstrumenten.
Laufsteg für Stefanie
Die schnelle Herrngartenrunde wurde bei der 2010er Auflage des Nike-Frauenlaufes zum Laufsteg für die frühere ASC-Geschäftsführerin Stefanie Hock, die sich eine Woche nach dem Gewinn der Deutschen Duathlonmeisterschaft der Wettbewerbskategorie W 45, auch beim Heimspiel im Herrngarten in Bestform beim Maiglöckchenlauf über 5,0 km vorstellen konnte. Als Tagesschnellste setzte sie mit 19:48 Minuten auf der AIMS- vermessenen Strecke ein vorzügliches Zeichen. Auch die gelegentlich beim Lauftreff, in erster Linie aber als Individualistin auf den angesagten Darmstädter Laufstrecken trainierende Stefanie Schmahl lief als Zweite mit 20:14 Minuten eine starke Endzeit. Tanja Zehnder findet mit zwei Kindern ebenso gelegentlich die Zeit und vor allem auch die Muße zum Laufen, sie wurde Dritte nach 20:36 Minuten, dichtgefolgt von Andrea Dick (20:54), die diesmal nur die „mittlere“ von drei Kindern (Lea) mit zum Laufen brachte.
Über Kolleginnen und einer Startnummer als Muttertags-Geschenk
Der Nike-Frauenlauf schreibt von Jahr zu Jahr interessante und begeisternde Geschichten. So ließ sich Rowanna Lynch von Eumetsat nach ihrem Schnupperlauf mit ihren Kolleginnen noch für die schnelleren 5000 m überreden und kam mit überaus beachtlichen 21:10 als fünftschnellste von 120 Läuferinnen in diesem Wettbewerb ins Ziel. Ein Teil des weiblichen Kollegiums der Bickenbacher Hans-Quick-Schule hatte sich für einen sportlichen Muttertag entschlossen und nachweislich ihren Spaß an ihrem Auftritt in Darmstadt. Oder Regina Winkler schenkte ihrer Mutter zum 60. Geburtstag einen Start beim Nike-Frauenlauf und beide absolvierten am zweifachen Jubeltag die 5000 m-Strecke mit Bravour in 30 Minuten. Und durften zudem noch im Mutter-Tochter-Cup einen Pokal für das Familiensideboard mitnehmen. Stammgast ist seit Jahr und Tag Hannelore Folger aus Wixhausen, die 69jährige lief die Vier-Runden-Strecke im Herrngarten in guten 30:26 Minuten. Die älteste Teilnehmerin unter den 200 Starterinnen war Magdalena Schäfer von Spiridon Frankfurt mit 75 Jahren, die nur 33:45 Minuten lag für 5 km unterwegs war.
Sonya, Ida und Jonas begeisterten
Tagesschnellste(r) im Schülerlauf über 1300 m war natürlich ein Junge: Jonas Schattschneider ließ sich von seiner (laufenden) Mutter zur Familienwertung überreden, der ansonsten mehrkampforientierte Schüler der LG Reinheim/Roßdorf zeigte auch im Laufen sein Talent und brachte seiner Mutter für die Familienwertung einen flotten Zeitbonus mit. Talentiert ist sicherlich auch die fast 9jährige Sonya Maite Rausch aus Ostheim, die die 5000 m- Strecke in 27:11 zurücklegte und viel Beifall für ihren starken Lauf erhielt. Das schnellste Mädchen im „Pusteblumenlauf“, dem eigentlich für Schüler vorgesehenen Rennen über 1300 m, kommt aus Münster und heißt Ida Skorna und brauchte nur 25 Sekunden mehr als der groß gewachsene Jonas.