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26.03.2013

Darmstadt-Marathon 2013 fällt aus

Geringe „Planungssicherheit“ als Hauptgrund – Mögliche Fortsetzung 2014 im Gespräch –
Fortsetzung der Darmstädter Traditionsläufe Stadtlauf, Frauenlauf und Cross
Darmstadt-Marathon                                                                             
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Nach nur fünf Jahren kommt für den jüngsten Spross der Darmstädter Laufszene, den Darmstadt-Marathon, zumindest für 2013 das Aus. „Die finanziellen Risiken sind zu groß“, sagt Wilfried Raatz, der Organisationschef des Marathons und zugleich Zweiter Vorsitzender des ASC Darmstadt. Hingegen wird die Tradition der Darmstädter Topläufe mit dem Stadtlauf (19. Juni), Frauenlauf (12. Mai) und Cross (24. November) fortgesetzt. „Durch Absagen einiger Sponsoren müssen wir auch hier genau auf die Ausgabenseite achten, aber eine Gefahr für diese Veranstaltungen sehen wir derzeit nicht. Es sei denn, die Genehmigungsgebühren fressen unseren Optimismus auf!“

Mit der Ausrichtung der Deutschen Sparkassen-Meisterschaften in Darmstadt wurde zugleich 2008 der Darmstadt-Marathon aus der Taufe gehoben. Mit einer Beteiligung von rund 2500 Läuferinnen und Läufern hatte sich der Darmstadt- Marathon auf Anhieb einen Platz im deutschen Marathon-Kalender der insgesamt 200 Veranstaltungen gesichert. „Das Sponsoren-Engagement hat uns leider von Beginn an unsere Grenzen aufgezeigt. Von Jahr zu Jahr wurden allerdings die Ausgaben für Verkehrslenkungen und Genehmigungsgebühren immer höher. Nach nunmehr fünf Jahren müssen wir allerdings sagen, dass wir diese Gratwanderung nicht mehr machen können, um nicht die anderen Laufveranstaltungen in Darmstadt unnötig zu gefährden!“

Der Organisationschef Wilfried Raatz weiß zwar ein äußerst engagiertes Organisationsteam zur Seite, das eine exzellente Veranstaltung auf die Beine zu stellen weiß. Doch wirtschaftlich ist nunmehr eine Schieflage aufgetreten, die durch Meldegebühren nicht aufzufangen ist. „Für 2013 konnten wir keine neuen Partner für den Darmstadt-Marathon gewinnen, obwohl es im Raum Darmstadt genügend potente Sponsoren gibt. Alleine ein Aufschlag auf die Meldegebühren von vielleicht 10 Euro hätte hier geholfen. Das ist aber eine Milchmädchenrechnung, denn es ist aber nicht gesagt, ob angesichts dieses ‚Solidaritätszuschlags’ die Teilnehmerzahlen weiterhin so stabil gewesen wären. Obwohl der Darmstadt- Marathon den Namen Darmstadt quer durch die Republik weiter bekannt gemacht hat, konnten wir aus den städtischen Töpfen keinen Cent locker machen!“

So weist der Etatplan der für die Organisation zuständigen Agentur wus-media (Fischbachtal) für Genehmigungsgebühren und Verkehrslenkungsmaßnahmen einen Betrag von 30.000 Euro auf, der neben allen anderen anfallenden Unkosten alleine durch Sponsorengelder und Meldegebühren zu begleichen gewesen wäre. Eine weitere Rechnung mit unbekannten Größen macht Wilfried Raatz auf: „Offen ist dabei noch, mit welchen Steigerungen bei der Gebührenordnung und mit welchen Kosten für den Polizeieinsatz zu rechnen gewesen wäre!“ Derartige Verlautbarungen hatten im Herbst 2012 die Veranstalter in Darmstadt aufgeschreckt, konkrete Zahlen jedenfalls konnte Sportdezernent Rafael Reisser bislang noch nicht nennen. 

Das endgültige Aus sieht Veranstalter Wilfried Raatz für den Darmstadt-Marathon allerdings noch nicht. Eine Fortsetzung des attraktiven Rundkurses aus einem Mix aus städtischem Flair und den landschaftlichen Reizen am Oberfeld sei durchaus gegeben. „Das hängt von vielen Komponenten ab, allerdings müssen die Sponsoren und auch die Stadt Darmstadt die Fortsetzung des Marathonlaufes in Darmstadt wollen!“ 

Die Zusage der Stadt Darmstadt, bei Verkehrslenkungsmaßnahmen Zuschüsse zu gewähren sieht der Veranstaltungsleiter derzeit für den Darmstadt-Marathon nicht gegeben. „Bei einem Gesamtbetrag von 100.000 Eur kann ein Zuschuss für uns nicht in dem Maße greifen, wie es notwendig gewesen wäre! Dazu gibt es außerdem zu viele Veranstaltungen, die auf diesen Topf zugreifen möchten“. Erschwerend kommt nämlich hinzu, dass die Stadt Darmstadt Zuschüsse nur an gemeinnützige Vereine zahlt, nicht hingegen an Agenturen und andere Veranstaltungsstrukturen. „Aus finanztechnischen und vor allem steuerlichen Gründen musste der ASC Darmstadt alle Veranstaltungen auslagern und einer Organisationsagentur übertragen. „Die Gemeinnützigkeit wäre sonst in Gefahr gewesen“, so Wilfried Raatz, der zudem auch Zweiter Vorsitzender des ASC Darmstadt ist, der zu den erfolgreichsten Leichtathletik-Vereinen in Hessen zählt. 

Trotz Einbußen auf der Sponsorenseite wird es auch 2013 eine Fortsetzung der traditionellen Laufveranstaltungen in Darmstadt wie den Frauenlauf, den Stadtlauf und den Crosslauf geben. So hat Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch in einem persönlichen Gespräch mit Organisator Wilfried Raatz seinen Start beim Stadtlauf am 19. Juni zugesichert.  „Aufgrund des Ausfalls von Sponsorengeldern wird es auch hier deutlich enger, aber diese Veranstaltungen sind derzeit nicht gefährdet. Bleibt nur zu hoffen, dass die Genehmigungsgebühren einigermaßen stabil bleiben!“

Ludwig Reiser